Ein Familienausflug nach Mainz führte auf die Spuren meiner Eltern, die sich dort vor über 50 Jahren im  Architekturbüro von Bernhard Schmitt in Mainz-Gonsenheim kennenlernten – meine Mutter Bauzeichnerin, mein Vater Architekt.

Eines der Projekte, an denen sie beide beteiligt waren, konnten wir uns gemeinsam in natura ansehen: Die katholische Pfarrkirche St. Johannes Evangelist im Stadtteil Hartenberg-Münchfeld, dort „An der Allee“ von 1967 (ein guter Jahrgang!) bis 1968 erbaut. Im Geiste des Zweiten Vatikanischen Konzils entworfen ist die Kirche mit ihrem markanten Glockenturm auch fast 50 Jahre nach der Grundsteinlegung in einem erstaunlich guten Zustand; das Stahlbetongebäude in nachkriegsmoderner Bauweise ist ein baukultureller Schatz. Insbesondere der Innenraum mit seiner Lichtführung durch die Oberlichter und die rückwärtige Betonglaswand imponieren, aber auch die vielen durchgestalteten Details der Außenfassade.

Zufälligerweise war bei unserem Besuch auch der Gemeindereferent anwesend, der uns stolz und mit sichtlichem Enthusiasmus durch seine Kirche führte und anschaulich die Bezüge zwischen Liturgie, Architektur und Kunst erläuterte. Verständlich, dass auch mein Bruder und ich, beide Architekten, stolz auf unsere Eltern sind, die an diesem schönen Bauwerk mitgewirkt haben 😉

Kommentar verfassen